13.09.23
KÜNSTLICHE DIAMANTEN: INFOS & KOSTEN
Künstliche Diamanten funkeln am Finger genauso wie Naturdiamanten. Der Unterschied: Sie sind deutlich preiswerter als ihr Äquivalent. Das macht die synthetische Variante natürlich reizvoll – und zu einer echten Alternative? Im Folgenden erfahren Sie alles zu Herstellung, Kosten und Nachhaltigkeit von synthetischen Diamanten.
Synthetische Diamanten: das Wichtigste in Kürze
Wie teuer sind künstliche Diamanten?
Sind Labor-Diamanten echte Diamanten?
Wie werden künstliche Diamanten hergestellt?
Ein Diamant in synthetischer Ausführung: Was verbirgt sich hinter dem Funkeln?
Ein Verlobungsring mit Labor-Diamant? Optisch völlig überzeugend
Künstliche Diamanten und ihr Preis? Wie teuer sind Labor-Diamanten?
So entsteht ein künstlicher Diamant: Herstellung im Labor
Natürlicher vs. gezüchteter Diamant: die wichtigsten Unterschiede im Vergleich
Synthetische Diamanten: Wie nachhaltig sind sie wirklich?
Die Qualität von Labor-Diamanten
Die verschiedenen Typen von künstlichen Diamanten
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Synthetische Diamanten: das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu synthetischen Diamanten haben wir Ihnen zusammengefasst.
Wie teuer sind künstliche Diamanten?
Künstliche Diamanten sind in der Regel günstiger als natürliche Diamanten, da ihre Herstellung in Laboren kontrolliert und effizienter ist. Der Preisunterschied kann je nach Größe und Qualität des Steins bis zu 30-40 Prozent betragen.
Sind Labor-Diamanten echte Diamanten?
Der einzige Unterschied zwischen im Labor gezüchteten und echten Diamanten liegt in ihrer Entstehung: Während Naturdiamanten tief in der Erde gedeihen, werden Labor-Diamanten unter kontrollierten Bedingungen produziert. Optisch und physisch sind sie nicht zu unterscheiden und absolut identisch – daher gelten beide Edelsteine als echte Diamanten.
Wie werden künstliche Diamanten hergestellt?
Synthetische Diamanten werden entweder durch das Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren (HPHT) oder die chemische Dampfabscheidung (CVD) hergestellt. Beim HPHT-Verfahren wird Kohlenstoff in einer Hochdruck- und Hochtemperaturumgebung zu einem Diamantenkristall geformt, ähnlich wie bei natürlichen Diamanten in der Erde. Beim CVD-Verfahren entstehen Diamanten durch die Ablagerung von Kohlenstoffatomen in einer Vakuumkammer, was reinere Kristalle erzeugt und mehrere Wochen dauern kann.
Ein Diamant in synthetischer Ausführung: Was verbirgt sich hinter dem Funkeln?
Unter synthetischen bzw. gezüchteten Diamanten ist ein im Labor hergestellter Diamant zu verstehen, der die gleiche chemische Struktur wie ein natürlicher Diamant hat. Der Hauptunterschied liegt in seiner Entstehung: Naturdiamanten bilden sich über Millionen von Jahren tief unter der Erde, während ein synthetischer Diamant innerhalb von wenigen Wochen durch Hochdruck- oder Gasphasenverfahren im Labor produziert werden.
Was einen gezüchteten Diamanten besonders auszeichnet, ist seine nahezu perfekte Nachbildung der natürlichen Eigenschaften. Dazu zählen:
- Härte
- Glanz
- Lichtbrechung
- Transparenz
- Dichte
- Wärmeleitfähigkeit
- Farbe
Ein Verlobungsring mit Labor-Diamant? Optisch völlig überzeugend
Gerade bei Solitärringen wie den typischen Verlobungsringen spielt die Größe des Steins eine Rolle. Deswegen sind die günstigeren, gezüchteten Diamanten eine großartige Möglichkeit, falls das Budget begrenzt ist. In Brillantform geschliffen, ist ein Labor-Diamant auf dem Ring an der Hand für Laien im Alltag nicht erkennbar. Ein Brillant ist in der Wahrnehmung der meisten Menschen automatisch ein Diamant, weil sie den Unterschied zwischen einem Diamanten und Brillanten nicht genau kennen. Künstliche Diamanten stammen zwar aus dem Labor und nicht aus der Natur, aber sie bestehen ebenso aus reinem Kohlenstoff wie natürliche Diamanten und sind somit keine Diamant-Imitationen.
Ein großer Vorteil der künstlichen Diamanten im Unterschied zu den Naturdiamanten ist ihr günstigerer Preis. So gilt grundsätzlich: Trauringe und Verlobungsringe kosten mit synthetischen Diamanten als Steinbesatz weniger. Damit können Sie auch mehrere oder größere Edelsteine zu günstigeren Preisen auswählen.
Künstliche Diamanten und ihr Preis: Wie teuer sind Labor-Diamanten?
Synthetische Diamanten kosten etwa 30 bis 40 Prozent weniger als ihre natürlichen Gegenstücke. Ihr Preis hängt von der Größe und dem Karatgewicht, der Qualität, dem Herstellungsverfahren sowie der Verarbeitung, Schliffarten und Schliffformen ab.
So entsteht ein künstlicher Diamant: Herstellung im Labor
Es gibt zwei Hauptverfahren zur Herstellung synthetischer Diamanten:
- Hochdruck-Hochtemperatur (HPHT): Hierbei dienen Kohlenstoffquellen wie Grafit in einer Hochdruck-Hochtemperatur-Umgebung als Ausgangsmaterial. Das Verfahren ahmt die natürlichen Bedingungen in der Tiefe der Erde nach, in der sich natürliche Diamanten über Millionen von Jahren entwickeln. Die Kohlenstoffatome ordnen sich in einer Diamantstruktur an und der Kristall wächst im Laufe der Zeit. Die Herstellung benötigt unterschiedlich lange – von einigen Stunden bis zu wenigen Tagen.
- Chemische Dampfabscheidung (CVD): Der Hersteller setzt ein spezielles Verfahren ein, das dünne Diamant-Schichten auf einem Substrat erzeugt. Dafür nutzt er eine Vakuumkammer, in der ein gasförmiger Kohlenstoffvorläufer Anwendung findet. Die Kohlenstoffatome verbinden sich mit der Oberfläche und formen allmählich einen Diamantkristall. Der Vorgang kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. CVD-Diamanten eignen sich für Schmuck besser, da sie im Vergleich zu HPHT-Diamanten eine höhere Reinheit aufweisen und weniger Einschlüsse haben.
Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Während das HPHT-Verfahren durchschnittlich mehr Farben erzeugt, liefert das CVD-Verfahren oftmals eine höhere Reinheit. Dennoch: Haben Sie einen synthetischen Diamanten erst mal in der Hand, werden Sie keinen Unterschied erkennen können.

Natürlicher vs. gezüchteter Diamant: die wichtigsten Unterschiede im Vergleich
Ein Unterschied zwischen synthetischen und natürlichen Diamanten ist mit bloßem Auge für den Laien nahezu unmöglich zu erkennen. Es bedarf eines Experten, der Prüfverfahren wie die Spektroskopie einsetzt. Darüber hinaus erhalten Diamanten bei der Herstellung eine Punze. Dabei handelt es sich um eine Markierung, die unter einer starken Lupe sichtbar gemacht werden kann, um den Schmuckstein zu identifizieren oder seine Herkunft nachzuverfolgen.
Weitere Unterschiede zwischen den beiden Schmuckstücken finden Sie im Folgenden gegenübergestellt:
| Eigenschaft | Naturdiamant | Synthetischer Diamant |
| Entstehung und Gewinnung | Bildet sich unter hohem Druck und Temperatur in der Erde und durch Bergbau gewonnen | Wird durch verschiedene Verfahren in einem Labor gezüchtet |
| Dauer der Entstehung | Millionen von Jahren | Wenige Wochen |
| Nachhaltigkeit | Kann durch Kinderarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen ethisch und ökologisch belastet sein | Energieaufwand hoch, ökologischer Fußabdruck allerdings geringer; ethisch unbedenklich |
| Preis | In der Regel aufgrund der Seltenheit teurer | Deutlich günstiger als echte Diamanten |
| Seltenheit | Sehr selten (je nach Region) | Nicht selten, da herstellbar |
| Anwendung in Ringen | Beliebt für Verlobungs- und Trauringe | Als erschwingliche und nachhaltigere Alternative zunehmend beliebt für jegliche Ringart |
| Wertstabilität | Hoch aufgrund ihrer Seltenheit und langfristiger Nachfrage auf dem Markt | Geringer als bei Naturdiamanten, da synthetische Diamanten leichter verfügbar und herstellbar sind |
Synthetische Diamanten: Wie nachhaltig sind sie wirklich?
Synthetische Diamanten erfreuen sich seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit, wie als nachhaltigere und ethischere Alternative zu natürlichen Diamanten gelten. Letztere werden durch großangelegten Bergbau gewonnen, der allerdings erhebliche Umweltschäden verursachen kann. Verschmutze Wasserquellen, abgebaute Landschaften und beeinträchtige Lebensräume können die Folgen sein. Hinzu kommt, dass bei der Gewinnung von Naturdiamanten unter Umständen Kinderarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen herrschen.
Künstliche Diamanten werden dagegen in einem Labor produziert. Zwar ist ihre Herstellung sehr energieintensiv, jedoch bleibt der ökologische Fußabdruck insgesamt kleiner. Auch die sozialen Probleme des Diamantabbaus wie Kinderarbeit entfallen komplett, weil sie in kontrollierten Umgebungen erzeugt werden – dadurch können Konflikte wie bei den „Blutdiamanten“ vermieden werden.
Die Qualität von Labor-Diamanten
Verschiedene Faktoren wie Farbe, Klarheit, Einschlüsse, Karatgewicht und Schliff sind Qualitätsmerkmale von Labor-Diamanten. Bei künstlich gezüchteten Diamanten hat der Hersteller die Möglichkeit, Steineigenschaften der Schmuckstücke wie Reinheit und Farbe zu kontrollieren. Das heißt aber nicht, dass sie immer absolut perfekt sind. Es gibt auch hier Qualitätsabstufungen, die der Juwelier mithilfe einer visuellen Inspektion, der Spektroskopie und anderer Tests prüft.

Die verschiedenen Typen von künstlichen Diamanten
Ob Kultur- oder Naturdiamanten: Die verschiedenen Arten von Edelsteinen teilen Juweliere grob in zwei Kategorien ein, die auf dem Vorhandensein oder Fehlen von Stickstoff basieren. Das beeinflusst auch die Farbgebung.
- Typ Ia-Diamanten: 98 Prozent aller natürlichen Diamanten gehören zu dieser Gruppe. Die Farben variieren hierbei von farblosen Steinen bis hin zu gelben, braunen und selten pinkfarbenen Exemplaren.
- Typ IIb-Diamanten: Etwa 0,1 Prozent aller natürlichen Diamanten zählen zum Typus der isolierten Einzelatom-Stickstoffverunreinigungen – hauptsächlich in den Tönen Gelb (Canary), Braun und Orange.
- Typ IIa-Diamanten: Weniger als zwei Prozent zählen hierzu. Von farbloser Ausführung bis hin zur Rosé- und Braunnuancen ist alles dabei.
- Typ IIb-Diamanten: Nur rund ein Promille aller Naturdiamantarten fällt in diese Kategorie. Am häufigsten treten blaue bzw. graue Nuancen auf.
Generell gilt: Der Wert der einzelnen Diamanten richtet sich auch danach, ob Sie Verunreinigungen aufweisen. Besonders wertvoll sind die Diamanten vom Typ IIa – sie enthalten entweder sehr wenige oder keine Stickstoffatome in der Kristallstruktur. Im Schnitt sind sie 2 bis 3% teurer als andere Diamanten.
Künstliche Diamanten für Ihren Ring – finden Sie den perfekten Ring bei JC-Trauringe
Ein künstlicher Diamant bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Er ist preiswerter, ethisch und ökologisch weniger belastet und optisch genauso schön wie ein natürlicher Diamant – dadurch eignet er sich auch hervorragend als Steinbesatz für einen Verlobungs- oder Ehering.
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