Funkelnd wie Feuer, begehrenswert, luxuriös – ein Solitär-Ring mit einem markanten Brillanten gilt heute als der Verlobungsring par Excellence. Entdecken Sie jetzt dieses Schmuckstück und seine Geschichte.

 

Was ist ein Solitär-Ring?

Wie sein Name (aus dem französischen: solitaire) schon vermuten lässt, krönt den Solitär-Ring ein einzelner Diamant im Brillantschliff – klassischerweise in einer Krappenfassung, die den Edelstein in all seiner Schönheit zur Geltung kommen lässt.

Heute sind jedoch auch andere Schliffe, Fassungen und Designvarianten gebräuchlich: Im Prinzip lassen sich alle Diamantringe, die als zentrales Element ein einzelner Edelstein krönt, als Solitär-Ringe bezeichnen.

 

Ein Schmuckstück mit Geschichte: Der Solitär-Ring stellt sich vor

Bevor der Antragsring einen Brillanten tragen durfte, wurden vor allem die exquisiten Verlobungsringe des europäischen Hochadels mit Saphiren, Smaragden oder Rubinen geschmückt. Die seltenen Farbedelsteine standen respektive für Treue, Glück und Leidenschaft.

Das Design des klassischen Solitär-Rings mit einem Brillanten stammt ursprünglich aus den USA. Er wurde vom Juwelier Charles Lewis Tiffany, dem Begründer des gleichnamigen Schmuckimperiums, im Jahr 1886 entworfen und avancierte schnell zum Inbegriff des Verlobungsrings. Vor allem die damals neuartige Krappenfassung begeisterte die Kundinnen und Kunden.

Sechs Krappen (auch als „Krallen“ bezeichnet) trugen den auffälligen zentralen Edelstein nämlich auf eine besondere, beinahe schwebende Weise, die den Lichteinfall von allen Seiten erlaubte – so entstand ein effektvolles Funkeln. Die hochglänzende Ringschiene aus Weißgold bildete den noblen und ganz bewusst schlichten Rahmen. Das ikonische Design dieses Tiffany-Originals lebt hauptsächlich von der Qualität des Diamanten – nichts am Ring selbst darf von dessen Glanz ablenken. Pur, unverfälscht und rein wie die Liebe selbst sollte er sein, so die Intention des amerikanischen Juweliers.

Und auch wenn er seit seiner „Geburt“ im späten 19. Jahrhundert einigen Wandel erfuhr, ist der Solitär-Ring nach wie vor ein beliebter Verlobungsklassiker. Ein Diamantring mit einem einzelnen Stein in einer Krappenfassung zeigt dem Betrachter sofort: Ich bin ein Verlobungsring.

 

Moderne Varianten des klassischen Solitär-Rings

Das klassische Design – eine pure, auf Hochglanz polierte Ringschiene aus Weißgold und ein einzelner, prachtvoller, in der Krappenfassung thronender Diamant im Brillantschliff ist nach wie vor gefragt. Doch es gibt auch unzählige Varianten, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten:

DIE FASSUNG
Neben Krappenfassungen mit weniger oder mehr Krappen, was je nach Diamantschliff und -Größe variieren kann, benutzen Juweliere oft auch eine Zargenfassung für einen Solitär. Die Zargenfassung umschließt den Stein am Rand komplett. Auch verschiedene Designelemente rund um die Fassung sind nicht selten, oft auch aus einem kontrastierenden Edelmetall (beispielsweise in hochglänzend vs. matt oder in Bicolor aus Gelbgold und Weißgold).

Außerdem kann der zentrale Edelstein von einem funkelnden Pavé umrandet oder mit kleineren Diamanten oder Farbedelsteinen flankiert werden.

Zwei moderne Varianten eines Solitär-Ring

 

DAS EDELMETALL UND DIE RINGSCHIENE
Beim Edelmetall geht es um den eigenen Geschmack. Wer mag, greift zu Weiß- und Gelbgold, zu Rotgold, Silber oder Titan. Auch muss die Ringschiene nicht auf Hochglanz poliert werden, wie beim ursprünglichen Solitär-Ring: Mattiert, mit einem Edelstein-Pavé besetzt, schwungvoll geformt, asymmetrisch verziert – der Fantasie sind bei der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt.

Silberner Solitär-Ring in Front- und Seitenansicht

 

DER SCHLIFF
Der Brillantschliff ist ebenfalls lange kein Muss mehr. Stattdessen sind Diamanten und andere Edelsteine in einer Vielzahl von Schliffformen erhältlich. Zu den wohl beliebtesten anderen Schliffformen zählen:

  • Runder Schliff
  • Ovaler Schliff
  • Herzschliff
  • Tropfenförmiger Schliff
  • Cushion-Schliff
  • Prinzess-Schliff
  • Smaragd-Schliff

Die Wahl des Schliffs ist reine Geschmackssache – beeinflusst aber entscheidend den Stil des Verlobungsrings. Der Schliff lässt den Ring je nach Steinqualität und -Größe etwa besonders romantisch, verspielt, dezent, auffällig oder elegant wirken

DER EDELSTEIN

Und schließlich bieten Ihnen Juweliere auch beim Edelstein Abwechslung: Statt eines klaren Diamanten kann ein Solitär-Verlobungsring mit einem farbigen Diamanten (besonders beliebt sind von Natur aus gelbe Diamanten), ein Farbedelstein wie ein Saphir, ein Rubin, ein Smaragd oder sogar ein synthetischer Edelstein zum Einsatz kommen.

Das besondere Schmuckstück: Der Solitär-Ring als moderner Antragsring

Der Solitär-Ring ist ein Teil zeitgenössischer Juwelierkunst, dessen Entstehung eine neue Tradition begründet und dessen Design viele Goldschmiede und Schmuckhäuser beeinflusst hat. Als Antragsring ist sein Zauber ungebrochen, steht er doch wie kein anderer für die Individualität und die Glanzkraft der Liebe.

Inzwischen gibt es Solitär-Ringe in einer Vielzahl an Designvarianten für wirklich jedes Budget und jeden Geschmack.