Was sind Hochzeitsbräuche eigentlich?

Hochzeitsrituale sind fester Bestandteil der meisten Hochzeitszeremonien. Viele der Bräuche gibt es schon seit Jahrhunderten. Dabei gibt es regionale Unterschiede: Manche Traditionen werden nur in bestimmten Regionen verfolgt, während andere einfach unterschiedliche Namen haben, wie etwa die Brautentführung.

Allen Bräuchen gemein ist, dass sie das Eheglück sicherstellen und die Festlichkeiten abwechslungsreich gestalten sollen. Darüber hinaus machen Sie eine Hochzeit unvergesslich, indem sie diese um romantische oder komische Momente bereichern. Nehmen wir nun einmal genau unter die Lupe, welche Traditionen vor, während und nach der Hochzeit beliebt sind.

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Traditionen vor der Hochzeit

Die Traditionen beginnen nicht erst während der Hochzeit, sondern schon lange davor. Die Verlobung, der Polterabend und der Junggesellenabschied etwa sind voreheliche Traditionen, die Sie im Blick behalten sollten. Und auch wenn es um die Wahl des Hochzeitsdatums geht, können Sie auf bewährte oder traditionsreiche Tage setzen.

 

Der Verlobungsring als traditionelles Symbol

Zurückzuführen ist die Tradition des Verlobungsringes auf den Brautkauf: Früher suchten Junggesellen sich eine Braut aus und verhandelten mit deren Vater die Mitgift. Heutzutage erhält die zukünftige Braut einen Verlobungsring, der bis zur Eheschließung als symbolisches Pfand gilt. In unserem Ratgeber zum Thema Verlobungsring erfahren Sie, an welcher Hand dieser traditionell getragen wird.

 

Der Hochzeitstermin

Beliebt zum Heiraten sind einprägsame Daten, allen voran Schnapszahlen. Diese machen sich nicht nur optisch gut (etwa in der Einladung oder als Gravur auf dem Ehering, sondern lassen sich auch leicht merken. Sich wiederholende Zahlenkombinationen oder Festtage wie Ostern und Neujahr sind ebenfalls Klassiker unter den Hochzeitstagen. Tipp: Wollen Sie volle Termine bei den Standesämtern vermeiden und dennoch ein symbolträchtiges Datum wählen? Orientieren Sie sich an den Mondphasen: Zunehmender Mond während der Hochzeit soll für zunehmendes Eheglück sorgen. Der Volksmund behauptet außerdem: „Wenn es regnet am Altar, bringt es Glück für viele Jahr.“ Seien Sie also nicht betrübt, wenn der Sonnenschein am Hochzeitstag ausbleibt.

 

Der Polterabend

Fest verankert im Hochzeitsgeschehen ist hierzulande der Polterabend. Poltern heißt „Rumpeln“, Krach machen. Dabei sollen böse Geister verscheucht werden. Meistens wird der Polterabend am Tag vor der Eheschließung gefeiert: Eine gute Gelegenheit, sich mit Verwandten und Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen auf die Feierlichkeiten einzustimmen.

Typischerweise wird im Elternhaus der zukünftigen Braut oder des zukünftigen Bräutigams gepoltert. Wenn das Paar über eine eigene Wohnung oder ein Haus verfügt, spricht aber nichts dagegen, hierher einzuladen. Idealerweise gibt es genügend Platz und Möglichkeiten zum Poltern, etwa im Hof oder in einer Scheune. Zu diesem Zweck bringen alle Gäste ausrangiertes Porzellan mit, das auf den Boden geworfen und von den zukünftigen Eheleuten aufgekehrt wird. Denn: Scherben bringen Glück! Was jedoch nicht zum Poltern verwendet werden sollte, ist Glas, insbesondere Spiegelglas. Dieses soll dem Aberglauben nach für Unglück sorgen. Wer kein Porzellan beschädigen möchte, greift alternativ zu Styropor, Papier oder Kronkorken.

 

Junggesellenabschied

Den Junggesellenabschied kannte man bereits bei den Spartanern. Hier fand dieser gleichzeitig zur Hochzeit statt. Wir hingegen feiern ihn meist mehrere Wochen vor der Eheschließung. Bei dieser Gelegenheit soll der zukünftige Bräutigam von seinen Freunden aus dem Single-Leben verabschiedet werden. Mittlerweile wird auch ein Junggesellinenabschied veranstaltet – diesen organisieren die Trauzeuginnen in Zusammenarbeit mit den Freunden.

Beliebte Bestandteile davon sind:

  • ein einheitliches, humorvolles Kleidungsstück für alle Teilnehmenden
  • eine Kneipentour
  • lustige Aktionen, wie der Verkauf von Kleinigkeiten oder das Einsperren des Bräutigams in eine Damentoilette, bis er von einer Dame ausgelöst wird
  • der Besuch einer Tabledance-Bar
  • das Anbinden eines Holzklotzes ans Bein als Zeichen der Last der Ehe

Damit wäre die Planungsphase vor der Hochzeit beinahe geschafft – die letzte „Hürde“ stellt die Nacht vor der Hochzeit dar. Wer dabei nichts falsch machen will, liest aufmerksam den nächsten Abschnitt.

 

Traditionen in der letzten Nacht vor der Hochzeit

Am Tag vor Ihrer Hochzeit sollten Sie in getrennten Betten schlafen, wenn Sie alte Traditionen befolgen möchten. Vermutlich stammt diese „Regel“ aus Zeiten, in denen Jungfräulichkeit vor der Heirat als Tugend galt. Wer diesen Brauch einhält, vermeidet gleich einen weiteren Fauxpas: Der Bräutigam sollte das Kleid seiner Braut nicht vor der Hochzeit sehen. Am besten verbringt die Braut die letzte Nacht als Junggesellin daher bei ihren Eltern. Wer sich an diese Traditionen hält, soll mit ewiger Liebe und Eheglück gesegnet werden.

Wer jetzt noch einige Bräuche während der Hochzeit integriert, sorgt obendrein für eine unvergessliche Zeremonie.

 

Die schönsten Hochzeitsbräuche rund um die Trauung

 

Trauzeugen und Brautjungfern

Trauzeugen und Brautjungfern waren schon an den Hochzeitsvorbereitungen maßgeblich beteiligt. Am Hochzeitstag ist es ihre Aufgabe, das Brautpaar an diesem hochemotionalen Tag zu begleiten und dabei zu helfen, dass alles nach Plan verläuft.

Brautjungfern, welche die Braut in die Kirche begleiten, sollten früher böse Geister verwirren und von der echten Braut ablenken. Heute tragen sie zu einer gelungenen Feier bei, indem sie die Braut während der Vorbereitung und der Zeremonie zur Seite stehen.

Ähnliche Aufgaben kommen den Trauzeugen zu: Sie helfen bei der Hochzeitsplanung, sorgen dafür, dass am großen Tag alles wie geplant verläuft und leisten emotionalen Beistand. In Zeiten, in denen amtliche Unterlagen nicht so sicher gehandhabt wurden wie heute, waren Trauzeugen die Bürgen für die Eheschließung.

Eine Pflicht, Trauzeugen auszuwählen, besteht für den standesamtlichen Termin übrigens nicht mehr. Sie dürfen jedoch einen Trauzeugen für die Braut und einen für den Bräutigam auswählen. Wer kirchlich heiratet, ist verpflichtet, zwei Trauzeugen anzugeben.

 

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues für die Braut

Aus dem viktorianischen England kommt der Brauch, dass jede Braut etwas Altes, Neues, Blaues und Geliehenes trägt. Dabei soll das Neue das Leben als zukünftige Ehefrau symbolisieren. Das Brautkleid eignet sich hierfür gut. Blau steht für Treue und wird meistens in Form eines Strumpfbandes eingesetzt. Ein altes Erbstück wie eine Halskette steht für das Ende des Single-Daseins. Auch etwas Geborgtes sollte nicht fehlen: Es steht für die Verlässlichkeit.

 

Pfennige im Brautschuh

Darüber hinaus können Sie ein paar Pfennige - oder Centstücke - im Brautschuh verstauen. Früher sparte die zukünftige Braut das Geld für ihre Brautschuhe selbst zusammen. Heute sollen ein paar Cent im Brautschuh ein Zeichen für die sparsame Braut sein und finanzielle Sorgen in der Ehe vermeiden.

 

Der Schleier der Braut

Schleier gehörten im Christentum schon im 4. Jahrhundert zur Braut. Die Germanen glaubten, dass dieser vor Dämonen schützt. Das beliebte Brautaccessoire steht außerdem für die Reinheit seiner Trägerin oder soll deren Tränen verdecken, wenn sie ihr Elternhaus verlässt.

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt zum Lüften des Schleiers? Viele Paare entscheiden sich dafür, dass der Bräutigam den Schleier nach dem Ja-Wort lüftet, damit er seiner Angetrauten den besiegelnden Kuss geben kann. Manche Kulturen bevorzugen das Schleierlüften vor der Eheschließung, was den geschichtlichen Hintergrund hat, dass so keine falsche Braut vor den Altar schreitet.

 

Der Brautstrauß

Brautpaar mit pastellfarbenen Brautstrauß

Für die meisten gilt der Brautstrauß als hübsches Accessoire. In der Renaissance hatte dieser den Nebeneffekt, unangenehme Gerüche in der Kirche zu überdecken. Eine schöne Sitte ist es, dass der Bräutigam den Strauß in Auftrag gibt und ihn seiner Braut vor der Hochzeitszeremonie überreicht. Dabei ist zu beachten:

  • Rote Rosen symbolisieren leidenschaftliche Liebe, passen jedoch nicht zu jeder Braut und Hochzeitsdeko.
  • Dahlien stehen für Dankbarkeit und Glück.
  • Orchideen sind edel und stehen für Schönheit.
  • Myrte steht für Liebe, die den Tod überdauert.
  • Für Liebe und Hingabe steht das Schleierkraut.
  • Vermeiden Sie hingegen Hortensien: Sie symbolisieren Eitelkeit.
  • Ebenfalls ungeeignet sind gelbe Blumen, die für Neid stehen.

 

Bewegender Moment: der Einzug am Ort der Trauung

Ein emotionaler Moment ist es, wenn der Brautvater seine Tochter zum Altar führt und sie an ihren Bräutigam übergibt. Er symbolisiert die Zusammenführung beider Familien. Alternativ darf das Brautpaar auch gemeinsam zum Altar schreiten – Sie können individuell entscheiden, welche Variante Sie bevorzugen.

 

Mittelpunkt der Eheschließung: die Trauringe

Ein Highlight ist der Austausch der Trauringe , der die Zusammengehörigkeit des Ehepaars symbolisiert. Wie der Ring soll das gemeinsame Leben beständig sein und nie enden.

In Deutschland wird der Verlobungsring am linken und der Ehering am rechten Ringfinger getragen. Vermutlich geht dies auf die Germanen zurück, die eine Liebesader von der rechten Hand zum Herzen vermuteten. Und auch in der Bibel heißtes, dass die rechte Seite für das Gute steht. Es gibt jedoch auch viel Paare, die sich aus praktischen oder emotionalen Gründen für eine andere Variante entscheiden!

 

Nach der Trauung: Traditionen und Bräuche während der Feierlichkeiten

Das Spalierstehen

Direkt nach der Eheschließung gibt es einige Traditionen, um das Brautpaar nach dem Auszug aus den Räumlichkeiten der Trauung zu begrüßen. So ist das Spalierstehen verbreitet, insbesondere in ländlicheren Regionen. Hier stellen sich Gäste, Vereinsmitglieder oder Kollegen in zwei Reihen auf und erbieten dem Brautpaar, dass durch diese Reihen hindurchschreitet, ihre Ehrerweisung. Dabei halten sie Blumen oder berufs- bzw. vereinstypische Gegenstände in den Händen – etwa typische Werkzeuge.

 

Blumenkinder

Blumenkinder, die nach der Trauung Streublumen auf den Weg vor der Kirche oder dem Standesamt werfen, tragen zu romantischer Atmosphäre bei. Auch bei einer freien Trauung sorgen sie für die passende Stimmung.

Die Blüten sollen dem Brautpaar zudem reichen Kindersegen bescheren. Sie erhalten günstige Blüten und passende Körbchen beim Floristen.

 

Reis werfen

Auch das Bewerfen des Brautpaares mit Reis ist beliebt: Der Brauch kommt aus Asien und soll für eine kinderreiche Ehe sorgen. Wer keinen Reis verwenden möchte, greift zu Konfetti, Blüten oder Blumensamen in Papier – an umweltfreundlichen Alternativen mangelt es nicht.

 

Baumstammsägen und ein Herz aus Stoff

Nach der ersten Begrüßung erfolgt häufig das Zersägen eines Holzstammes durch das frischgebackene Ehepaar. Dieses soll beweisen, wie gut es zusammenarbeiten kann. Für diesen lustigen Brauch eignet sich ein Weichholzstamm.

Bei dieser Gelegenheit wird das Ehepaar auch gerne gebeten, ein Herz aus Stoff mit einer Nagelschere auszuschneiden – um zu beweisen, dass es schwierige Aufgaben zusammen meistert. Anschließend trägt der Bräutigam die Braut durch das ausgeschnittene Herz hindurch und liefert den Gästen ein tolles Fotomotiv.

Traditionen und Bräuche während der Hochzeitsfeier sorgen im besten Fall für emotionale Momente, tolle Fotos - und für die Belustigung der Gäste.

 

Wunsch-Luftballons

Romantisch ist das Steigenlassen von Luftballons, die mit kleinen Zetteln behangen werden. Auf diesen Zetteln verewigen die Gäste ihre Wünsche für das Brautpaar sowie dessen Adresse mit der Bitte an den Finder, diese zurückzusenden. Ein Himmel voller Herzballons sorgt für wunderschöne Hochzeitsfotos.

Vielleicht möchten Sie aber eine umweltfreundlichere Variante nutzen: Dann lassen Sie stattdessen gigantische, langanhaltende Seifenblasen oder Schaumherzen in die Luft steigen. Statt Wunsch-Karten an Luftballons zu binden, können Sie diese in einer schönen Box verstauen, die das Brautpaar am ersten Hochzeitstag öffnen darf.

 

Das Pflanzen eines Baumes

Schon in der Bibel steht, dass ein Mann in seinem Leben einen Baum pflanzen sollte. Kein Wunder, dass sich dies als Hochzeitsbrauch durchgesetzt hat. Nicht zuletzt steht der Baum auch für das Leben. Er wächst und gedeiht, muss gepflegt werden und soll Früchte tragen – wie auch die Ehe. Geeignet sind langlebige Ebereschen oder beständige, starke Eichen.

 

Tauben fliegen lassen

Manche Paare entscheiden sich dazu, nach der Trauung vor der Kirche Tauben steigen zu lassen. Diese Tiere stehen für Liebe und Treue. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie einen Anbieter wählen, der artgerechte Taubenhaltung großschreibt. Dennoch bedeutet dieser Einsatz großen Stress für die Vögel. Wer seine Ehe mit einem romantischen Symbol besiegeln möchte, ohne dabei Lebewesen einzubinden, kann daher auch Luftballons oder Luftblasen, wie zuvor beschrieben, steigen lassen.

 

Die Hochzeitskolonne: mit Radau zur Location

Viele Hochzeitsgesellschaften machen auf das große Ereignis aufmerksam, während sie von der Kirche zur Hochzeitslocation fahren. Dazu wird eine Hochzeitskolonne gebildet, es wird gehupt und das Auto des Brautpaares wird mit scheppernden Blechdosen behangen. Dem Volksglauben nach soll der lautstarke Umzug böse Geister vertreiben. Festlicher wird es noch, wenn alle Gästeautos mit weißen Schleifen an der Antenne ausgestattet werden. Diese verteilen die Trauzeugen oder Blumenkinder. Die Schleifen sollen am Auto bleiben, bis sie von selbst abfallen, um Unglück zu vermeiden.

 

Brautstrauß werfen

Ist die Trauung vollzogen, versammeln sich gegen Mitternacht alle unverheirateten Damen hinter dem Rücken der Braut. Diese wirft den Strauß über die Schulter. Wer ihn fängt, soll dem Brauch nach die nächste Braut sein.

 

Die Hochzeitstorte

Ein Moment, auf den viele Gäste sehnlich warten: Die Hochzeitstorte wird hereingefahren und das Brautpaar schneidet diese gemeinsam an. Dabei legt jeder der beiden eine Hand auf das Messer. Die Position der Hände soll verraten, wer in der Beziehung die Hosen anhat: nämlich der Part, der seine Hand über die Hand des anderen hält. Traditionell füttern beide sich gegenseitig mit dem ersten angeschnittenen Tortenstück.

Die oberste Etage am Hochzeitstag zu essen, soll übrigens Unglück bringen. Daher frieren viele Paare dieses ein, um es am ersten Jahrestag aufzutauen und in Erinnerungen schwelgend zu verzehren.

 

Der Brautraub

Die Brautentführung ist in Süddeutschland und Österreich sehr beliebt. In Niederbayern wird diese Sitte als Brautverziehen bezeichnet, in Tirol als Brautstehlen. Dabei wird die Braut in einem unbemerkten Moment von Gästen in eine Gaststätte „entführt“, woraufhin der Bräutigam sie suchen und auslösen soll. Hier ist jedoch zu überlegen, ob diese Einlage in den Zeitplan der Hochzeit passt. Wer die Tradition für ein Brautpaar organisieren möchte, sollte vorher nachfragen, ob dieses einverstanden ist.

 

Der Hochzeitstanz

Ebenfalls ein fester Programmpunkt der Hochzeit: der erste Tanz des Ehepaares. Der Klassiker dabei ist der Brautwalzer, doch Ihnen stehen prinzipiell alle Tänze frei, die Ihnen gefallen und zu Ihrer Hochzeit passen.

Wichtig ist, dass die Gäste zunächst um das Brautpaar herumstehen, was laut dem Volksglauben böse Geister und Gedanken vertreibt. Danach werden die Gäste aufgefordert, mitzutanzen. Zu den traditionellen Tanzkonstellationen zu Beginn gehören der Tanz zwischen Bräutigam und Schweigermutter und Braut und Schwiegervater. Dann folgen die Tänze mit den eigenen Eltern, bevor das Brautpaar alle Gäste zum Tanz auffordert.

 

Bräuche nach der Hochzeitsfeier

Wenn die Feierlichkeiten sich dem Ende zuneigen, bleiben noch ein paar Traditionen, die nicht fehlen sollten.

So soll der Bräutigam seine Angetraute nach der Feier über die Türschwelle tragen, um sie von der zurückliegenden Lebensphase in die kommende zu überführen. Zudem sollen beide so gewappnet sein gegen böse Geister, die unter der Türschwelle lauern.

 

Die Flitterwochen

Auch die Flitterwochen sind als Tradition zu sehen, schließlich will kaum ein frischgebackenes Ehepaar auf die entspannten Tage zu zweit nach der Eheschließung verzichten. Der Begriff stammt vermutlich vom althochdeutschen „filtarazan“, was „liebkosen“ bedeutet. Im englischsprachigen Raum fährt man in die Honeymoon-Wochen, die strenggenommen die vier Wochen nach der Hochzeit bezeichnen. Dieses Wort für Honigmond geht zurück auf das Mittelalter. Hier tranken frischvermählte Paare vier Wochen lang täglich Met (Honigwein), nachdem sie heirateten.

Beliebte Ziele für den ersten Urlaub als Ehepaar: das romantische Paris oder Orte mit traumhaften Stränden wie Hawaii, die Karibik oder die Malediven. Die perfekte Gelegenheit, sich von der fordernden Zeit der Hochzeitsvorbereitungen zu erholen und das schöne Fest in Ruhe Revue passieren zu lassen.

 

Fazit

Bräuche und Sitten rund um die Hochzeit gibt es zahlreiche: Die einen werden bereits vor der eigentlichen Eheschließung zelebriert, andere sorgen während dem Fest für eine feierliche Stimmung. Wieder andere schließen sich an die Feier an. Überlegen Sie, welche Traditionen Sie übernehmen möchten und binden Sie Freunde, Verwandte und Trauzeugen ein, um diese Zeit mit wundervollen Bräuchen zu füllen.